Architektur + Design
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Wohn- und Geschäftshaus Frankfurt am Main
Architektur

Der Entwurf befasst sich thematisch mit der Problematik innerstädtischer Nachverdichtung. Neben der Eingliederung in den urbanen Kontext und der Ensemblefähigkeit hinsichtlich des unmittelbaren Umfeldes spielen der zeitgemäße Umgang mit traditionellen Bauweisen oder deren Interpretation für den Entwurf ebenso eine Rolle wie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizenz. 

Aufgabe ist der Entwurf eines Wohn- und Geschäftshauses im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Der thematischen Idee der Nachhaltigkeit folgend, sollen die entstehenden Grundrisse flexibel an zukünftige demographische Bedürfnisse angepasst werden können. Die Auseinandersetzung mit dem Kontext und dem historistischen Charakter der Nachbargebäude spielt dabei eine entscheidende Rolle. 

Der Entwurf fügt sich durch die Gebäudeform, die klare Gliederung der Fassade und die Gestaltungselemente natürlich in die Umgebung der Bergerstraße ein. Die Nutzungen entsprechen ebenfalls dem vorherrschenden Charakter des Viertels. Das Gebäude beherbergt im Erdgeschoss den Zugang zum Treppenhaus und Fahrstuhl, einen Bereich für Briefkästen, eine Abstellmöglichkeit für Kinderwägen und Fahrräder sowie zwei Ladenlokale von 50 m² bzw. 70 m². Die Wohngeschosse verfügen über zwei Wohnungstypen: Wohnung A mit ca. 60 m² Nettogrundfläche, zwei Zimmern, Diele und Bad und Wohnung B mit ca. 120 m² Nettogrundfläche, vier Zimmern, Diele, Abstellkammer, Gäste-WC und Bad. Beide Wohnungstypen sind nach DIN 18025 Teil 2 barrierefrei. 

Bei der Gestaltung wurde darauf Wert gelegt, die Qualitäten des städtischen Wohnens herauszustellen und diese mit gewissen Annehmlichkeiten in Verbindung zu bringen. So ermöglicht die Anordnung der Räume die Teilnahme am bunten Leben der Stadt mit all seinen Vorteilen, wie z.B. dem schnellen Erreichen verschiedenster Ziele. Dennoch sind die Vorzüge des ruhigen hofseitigen Schlafens und die Nutzung von hauseigenen Grünflächen und Balkonen gewährleistet. Die Grundrisse lassen unterschiedlichste Wohnszenarien zu. Sowohl die Idee einer städtischen Variante des Mehrgenerationenwohnens als auch übliche Bewohnerstrukturen wie Wohngemeinschaften, Paare und Familien sind in diesem Entwurf vorstellbar und praktikabel. Ziel ist es, durch die Steigerung der Wohnqualität und die Flexibilität der Grundrisse neue Interessengruppen für den städtischen Wohnungsmarkt zu gewinnen und eine nachhaltige soziale Durchmischung der Stadtkerne zu fördern.